Brustvergrößerung/ Eigenfett

 

Die Nachfrage nach einer natürlichen Brustvergrößerung, ohne Fremdmaterial wächst stetig. Ein besonderer Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Brustform verbessert und gleichzeitig Problemzonen modelliert werden.

 

Die Operation dauert in der Regel 1-3 Stunden. Nach der Operation muss eine Kompressionskleidung im Zeitraum von ca. 4 Wochen getragen werden. Die Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

 

Leichte körperliche Tätigkeiten können bereits nach 2-3 Tagen wieder aufgenommen werden. Auf sportliche Aktivitäten sollten sie ca. 1-2 Wochen verzichten. Der Verband wird am Tag nach der Operation entfernt.

 

Die Kombination von Brustimplantaten mit Eigenfett gewinnt immer mehr an Bedeutung. Diese Methode wird "supercharged" genannt und erreicht eine absolut natürliche Form und Haptik (Gefühl) der Brüste.

 

Kann man die Brust durch Verpflanzung von eigenem Fett aufbauen?

Die erste Fett-Verpflanzung fand 1893 durch Prof. Neuber (Kiel/ Deutschland) statt. Der Plastische Chirurg Dr. Coleman (New York, USA) entwickelte in den 1980er Jahren eine schonende Gewinnung der Fettzellen und deren Verpflanzung. Mit seinen Arbeiten schuf er die Grundlagen für die heutige Fettgewebsverpflanzung. In einer renommierten Zeitschrift der Plastischen Chirurgie wurden im Jahre 2007 Resultate von Brustvergrößerungen nach mehreren Jahren mit transplantiertem Eigenfett veröffentlicht. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass es sich um eine dauerhafte Methode handelt. Weitere Veröffentlichungen über mehr als 25 Jahre belegen die positiven Erfahrung mit Fett-Verpflanzungen (z.B. Illouz/ Delay, Frankreich).

 

Die heutige Methode

Die Fettzellen werden schonend abgesaugt und in einem sterilen Sammelbehälter aufgefangen. Sodann können sie mittels kleiner Spritzen transplantiert werden. Das Überleben der Fettzellen hängt davon ab, ob sie Anschluss an ein Blutgefäß finden. Das heißt, dass das Fett nicht in „Klumpen“ verpflanzt wird, sondern gleichmäßig mit dünnen Kanülen im Gewebe verteilt wird. Neben Brustvergrößerungen sind auch Wiederaufbau-Operationen nach Krebs oder Austausch von Silikonimplantaten gegen das Fettgewebe bei sogenannter Kapselfibrose möglich.

 

Für wen kommt die OP in Frage?

  • Wunsch nach Vergrößerung der Brust und Abneigung gegen Silikonimplantate,
  • Kapselfibrose durch Brustimplantate,
  • Asymmetrie der Brüste,
  • Wiederaufbau nach Krebsoperationen,
  • Bei Fehlbildungen
  • Voraussetzung: Nichtraucher (mind. 10 Tage vor und 21 Tage nach der OP)

 

Ablauf:

Vor dem Eingriff erfolgt eine eingehende klinische Untersuchung sowie Fotodokumentation. Am Operationstag werden die Areale zur Fettabsaugung markiert. Die Operation erfolgt im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. Nach der Operation wird eine Kompressionshose bzw. -mieder über die abgesaugten Bereiche angelegt. In den folgenden Tagen sind die Brüste geschwollen und weisen teilweise Blutergüsse auf. Die meisten Patienten beschreiben nach der Operation eher ein Gefühl "wie Muskelkater". Die Blutergüsse und Schwellung verschwinden innerhalb der nächsten 2 bis 3 Wochen. Die abgesaugten Areale benötigen für 4 bis 6 Wochen eine Kompression. Nach ca. 3 Monaten liegt das Endergebnis vor.

 

Was ist ein Unterdruckbüstenhalter?

In manchen Fällen, wenn der Raum, in den transplantiert werden soll, zu klein ist (z.B. nach einer Brustamputation), kann es erforderlich sein, das Gewebe durch einen von außen erzeugten Unterdruck extern zu dehnen. Dann wird zunächst ein sogenannter Unterdruck-Büstenhalter der Operation vorgeschaltet. Dieser Unterdruck-Büstenhalter muss über einen Zeitraum 2 - 4 Wochen vor der Operation täglich ca. 8 Stunden getragen werden. In den 3 Tagen vor der Operation sollte der BH so viel wie möglich getragen werden. Dadurch entsteht ein dreidimensionaler Raum, im dem das Fettgewebe besser überleben kann. Ebenso sollte der Unterdruck-Büstenhalter nach der Operation für ca. 2 Wochen getragen werden.

 

Risiken und Komplikationen:

Ein geringer Teil der Fettzellen überlebt die Verpflanzung nicht und wird vom Körper wieder abgebaut. Das Hauptrisiko bei einer Verpflanzung von Eigenfett wird in der Entstehung von ölhaltigen Zysten gesehen. Das passiert, wenn viele Fettzellen kein Anschluss an das Gefäßsystem finden und der Körper diese nicht mehr beseitigen kann. Gesundheitliche Gefahren gehen von den Zysten nicht aus. Viele verschwinden auch über die Zeit von alleine oder können mittels einer kleinen Nadel punktiert werden.

Des Weiteren können kleine Verkalkungen entstehen (in ca. 3-4 %), welche sich aber in der Mammographie eindeutig als gutartig erkennen lassen (Studie aus den USA: 70 Patienten zwei Jahre nach Fettverpflanzung).

In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung kommen, welche in der Regel durch Antibiotika gut beherrscht werden kann.

Alle diese Nebenwirkungen sind aber bei jeder Operation an der Brust, auch bei einer Vergrößerung der Brust mit Silikonimplantaten möglich.

Die Verpflanzung von Eigenfett stellt eine echte Alternative zum Einsetzen von Silikonimplantaten oder Lappenplastiken dar. Der große Vorteil liegt im natürlichen Aussehen und dem Fehlen sichtbarer Narben. Außerdem ist der Eingriff mit wesentlich weniger Schmerzen verbunden.

 

Warum liest man so viele widersprüchliche Angaben über das Eigenfett?

Es werden immer wieder Fettverpflanzungen vorgenommen, die nicht den richtigen Umgang mit den Fettzellen beachten. Oft wird das Fett mit großen Kanülen eingespritzt. Ein großer Teil der Zellen stirbt ab und es bilden sich Ölzysten und Verkalkungen.

 

Unsere Methode unterscheidet sich eindeutig von diesen.

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